Kündigungsfrist bei Tages- und Festgeld sowie Sparbuch

Montag den 10.12.2012

Die Zinsen und die Rendite spielen eine wichtige Rolle bei der Geldanlage. Auch die Sicherheit wird von Anlegern durchaus bedacht – nur auf die Kündigungsfrist einer Anlageart und die Verfügbarkeit des angelegten Geldes wird mitunter gar nicht oder nur wenig geschaut, was so manchem Sparer im Nachhinein dann bitter aufgestoßen ist. Doch wie sieht dies eigentlich beim Tagesgeld aus, der Geldanlage, die für Deutschlands Sparer in den vergangenen Jahren immer interessanter geworden ist?

Vor allem beim Sparbuch ärgern sich Sparer immer wieder über die mangelnde Flexibilität dieser Anlageform. Zu den mitunter inzwischen meist sehr niedrigen Zinsen (siehe unseren Sparbuch-Zinsvergleich) kommen eine Kündigungsfrist von drei Monaten und eine maximale Verfügbarkeitssumme von 2.000 Euro im Monat. Vor allem wenn der Sparer zeitweise in einen finanziellen Engpass gerät, beispielsweise wegen Krankheit oder einer dringend anstehenden Reparatur, kann eine solch schlechte Verfügbarkeit der eigenen Ersparnisse mehr als ärgerlich sein. Denn dann muss oft der teure Dispokredit bemüht werden, obwohl genug Geld auf dem Sparbuch wäre, an das man durch die mangelnde Flexibilität dieser Anlageart einfach nicht rankommt.

Das Festgeld ist dafür zwar meist deutlich besser verzinst, sich dieses jedoch vorab auszahlen zu lassen, führt bei den meisten Festgeldkonten zu einem deutlichen Zinsabschlag, der sich dann rein rechnerisch schon nicht mehr lohnt. Je nach Bank ist es zudem mitunter gar nicht möglich, das Festgeldkonto vor Ablauf der Laufzeit zu kündigen, was den gleichen Effekt wie das Sparbuch hat: das Geld ist dann nicht da, wenn es bei einem Engpass finanzieller Art dringend benötigt wird.

Beim Tagesgeld hingegen kommt hier der große Vorteil gegenüber anderen Sparformen zum Tragen: es gibt für Tagesgeldkonten keine Kündigungsfrist! Diese bedeutet für Anleger eine hohe und vor allem auch schnelle Verfügbarkeit ihrer Ersparnisse, wenn das Geld daraus dringend benötigt wird. Das Fehlen einer maximalen monatlich verfügbaren Summe tut sein Übriges dazu, mit dem Tagesgeld eine der flexibelsten Anlagearten überhaupt zu haben.