Statt auf dem Sparbuch das Kleingeld auf dem Tagesgeldkonto ansparen?

Freitag den 12.07.2013

In den letzten Jahren hat das Tagesgeld immer mehr an Bekanntheit und auch Beliebtheit gewonnen. Dennoch haben immer noch 70 Prozent der Deutschen ein Sparbuch und müssen mit den sehr niedrigen Zinsen für die meisten Sparbücher leben – anstatt sich ein, in vielen Fällen deutlich besser verzinstes, Tagesgeldkonto zu suchen. Doch wie sieht es eigentlich mit dem Kleingeld aus, das man sich über die Monate hinweg anspart und das man gerne statt auf einem Sparbuch auf seinem Tagesgeldkonto anlegen möchte?

Auf dem Tagesgeldkonto selbst kann das angesparte Kleingeld nicht eingezahlt werden, was viele Sparer als ein großes Manko dieser Anlageart empfinden. Doch wer nur das eine Argument sieht, vergisst dabei das zweite: wer bei einer Filialbank sein Girokonto führt, kann in vielen Fällen auch sein Kleingeld aus der Sparbüchse dort zählen – und dann auf sein Girokonto einzahlen lassen. Sobald das Geld dann auf dem Konto ist, wird es einfach auf das Tagesgeldkonto überwiesen und schon sind die ganzen Cent-Stücke und der Rest des Kleingelds nicht mehr in der Spardose oder im Sparschwein, sondern auf dem Weg auf das Tagesgeldkonto – wo es meist deutlich mehr Zinsen bringt als auf einem herkömmlichen Sparbuch, bei dem die Zinsen in den meisten Fällen längst tief im Keller angekommen sind.

Es ist deshalb wichtig, nicht nur die eine Seite zu sehen, sondern auch die Tatsache, dass man als Filialkunde hier deutlich bessere Karten hat. Kunden, die ihr Girokonto bei einer der zahlreichen Direktbanken führen, haben dabei indes schlechtere Karten. Für sie empfiehlt es sich stattdessen, bei einer Filialbank, bei der auch ein Kleingeldzähler steht, ein kostenloses (!) Girokonto zu eröffnen, um dann dort den Inhalt ihrer Sparbüchse einzuzahlen. Und von dem dortigen Girokonto dann auf das Tagesgeldkonto einzuzahlen. Bei dem übrigens nicht wichtig ist, bei welcher Bank es sich befindet, da die Einzahlung auf Tagesgeldkonten generell über das Girokonto erfolgt und Direkteinzahlungen in der Regel nicht möglich sind.

So kann das Tagesgeldkonto auch für das Kleingeld genutzt werden, dass sich in Sparschwein oder Sparbüchse oder im Sparstrumpf befindet, ohne dass es zusätzliche Mühe bereitet. Und am Ende des Jahres freut man sich dann, wenn der angesparte Betrag auf dem Tagesgeldkonto durch die Verzinsung weiter angewachsen ist – anstatt sich weiter über die unterirdisch schlechten Zinsen für Sparbücher ärgern zu müssen.

>>> Tagesgeld-Zinsen im Vergleich <<<