Finger weg von niedrigen Sparbuchzinsen!

Montag den 22.07.2013

Wir Deutschen lieben es beim Sparen oftmals bequem. Es muss entweder einfach sein, schnell gehen, oder möglichst hohe Zinsen bringen, und wir wollen uns nicht so gerne wirklich tiefgehend mit der Geldanlage befassen. Dies führt jedoch dazu, dass zwei Dinge passieren: auf der einen Seite stecken zu viele Verbraucher große Teile ihrer Ersparnisse oder ihr gesamtes Geld in irrwitzige Anlagen, die sie auf dem Grauen Kapitalmarkt entdeckt haben oder die ihnen angedreht wurden und verlieren mitunter alles. Oder das Geld wird, weil es da ja am sichersten sei, auf das Sparbuch gelegt, wo es inzwischen kaum bis gar keine Zinsen mehr abwirft, und dank der starren Verfügungsregeln, auch dann nicht zur Verfügung steht, wenn plötzlich eine höhere Summe von dem darauf angesparten Geld benötigt wird.

Deshalb gibt es gleich mehrere Gründe, die Finger weg zu lassen von einem herkömmlichen Sparbuch und sich eine andere, besser verzinste und zugleich flexiblere Form des Sparens zu suchen. Dies könnte eine sein, die flexibler ist als jede andere Anlageart und dennoch in vielen Fällen besser verzinst ist als das Sparbuch: das Tagesgeld.

Beim Tagesgeld gibt es zwei wichtige Dinge, die das Sparbuch ausmachen, nicht: es gibt auf der einen Seite keine Kündigungsfrist. Während beim Sparbuch in der Regel eine dreimonatige Kündigungsfrist eingehalten werden muss, um an sein ganzes Erspartes zu kommen, gibt es eine solche Frist bei Tagesgeldkonten nicht. Zudem ist für das Sparbuch ein maximaler Verfügungsrahmen festgelegt, der monatlich bei nur 2.000 Euro liegt. Wer mehr Geld von seinem Sparbuch abheben möchte innerhalb eines Monats, hat dann Pech gehabt – er kommt nicht an sein Geld, selbst wenn er zehntausende von Euro oder noch weit mehr auf seinem Sparbuch angelegt hat.

Beim Tagesgeld ist dies anders: hier gibt es weder eine Kündigungsfrist noch einen vorgegebenen monatlichen Verfügungsrahmen. Wenn ich an mein auf dem Tagesgeldkonto angespartes Geld benötige, kann ich es mir selbst zurück auf mein Girokonto anweisen lassen und meist dauert es nur wenige Tage, bis das Geld auf meinem Gehaltskonto ist und ich es verwenden kann. Und noch etwas ist beim Tagesgeld wichtig: es ist fast immer deutlich besser verzinst als das Sparbuch.

Damit sind gleich drei wichtige Punkte vorhanden, die FÜR ein Tagesgeldkonto sprechen und GEGEN ein herkömmliches Sparbuch. Sparer sollten sich dies bewusst machen, dass sie nicht Jahr für Jahr Geld verschenken wegen der sehr niedrigen Sparbuch-Zinsen, sondern auch nicht wirklich an ihr Geld kommen, wenn sie eine höhere Summe benötigen, weil das Sparbuch so sehr unflexibel ist. Deshalb ist das Tagesgeld gerade beim Zurücklegen des Notgroschens eine sehr empfehlenswerte Form des Sparens. Und die Zinsen für Tagesgeldkonten sind nun mal in vielen Fällen deutlich höher als die eines Sparbuchs – und wer vor der Anlage bei der Suche auf einen Tagesgeldrechner setzt, der findet sie auch schnell, die aktuell jeweils am besten verzinsten Tagesgeldkonto.