Sparbücher trotz sehr niedriger Zinsen immer noch beliebt

Mittwoch den 7.08.2013

Das Sparbuch ist und bleibt in Deutschland die beliebteste Form der Geldanlage. Dies ergab eine aktuelle und repräsentative Studie von TNS. Laut der Befragungen zeigte sich, dass 61 Prozent der Bürger hierzulande auf das Sparbuch setzen. In der Altersgruppe zwischen 14 und 29 Jahren sind dies laut „die bank“ mit ¾ der im Rahmen der Studie Befragten sogar noch deutlich mehr.

Damit wird das Sparbuch weiter häufig genutzt, obwohl es in Sachen Zinsen längst im tiefen Tal angekommen ist. Doch es ist immer noch der Klassiker, dies könnte jedoch auch daran liegen, dass es oft am einfachsten ist, für das Kind, Enkelkind, die Nichte oder den Neffen oder Ähnliches ein Sparbuch zu eröffnen, in das dann zu bestimmten Zeiten eingezahlt werden kann. Dadurch bekommt das Sparen früh eine bestimmte Note, und viele Kinder und Jugendliche wachsen mit dem Sparbuch auf als etwas Selbstverständliches.

Doch das Sparen auf dem Sparbuch hat leider meist einen großen Nachteil: bereits seit Jahren sind die Sparbuch-Zinsen so ziemlich im Keller und liegen weit unter der Marke von 1,00 Prozent p.a., oftmals sogar unter der Marke von 0,50 Prozent p.a. Wirklich Rendite ist damit nicht mehr zu erwirtschaften, zumal sich die Verbraucherpreise derzeit wieder rasant nach oben bewegen.

Dies bedeutet für die Sparer, die ihr Geld auf einem Sparbuch anlegen, nichts Gutes – werden doch die sehr niedrigen Zinsen durch die Inflationsrate nicht nur amortisiert, sondern die Realverzinsung zugleich in ein dickes Minus getrieben. Das heißt: wer für sein Sparbuch derzeit Zinsen von 0,25 Prozent p.a. erhält, was ein sehr niedriger Nominalzinssatz ist, aber bei Sparbüchern inzwischen oft der gängige Zinssatz und dazu die Inflationsrate nimmt (im Juli 2013 lag diese bei 1,9 Prozent), der hat unter dem Strich eine negative Realverzinsung von 1,65 Prozent p.a.  Sprich, dass ist der Zinssatz, den der Sparer dann draufzahlt, um sein Geld bei der jeweiligen Bank auf dem Sparbuch anlegen zu dürfen. Die Zinsen werden so regelrecht vernichtet und das Sparen wird zu einem Geschäft für die Banken, die letztlich daran verdienen – liegt der Sparbuchzinssatz von 0,25 Prozent p.a. sogar noch unter dem historisch niedrigen Leitzins von 0,50 Prozent.

Wer Sparen will, gerade auch für Kinder und Jugendliche, der sollte sich deshalb nach einer anderen Möglichkeit umsehen, bei der Zinsen nicht regelrecht vernichtet werden, sondern die Schere zwischen Nominalverzinsung und (negativer) Realverzinsung nicht zu groß ist. Wir empfehlen dafür das Tagesgeld, mehrere gute Zinsangebote dazu finden Sie entsprechend in unserem Tagesgeld-Zinsvergleich.