Sparkonto ohne Kündigungsfrist gesucht?

Samstag den 10.08.2013

Die Menschen sparen aus den unterschiedlichsten Gründen und erwarten auch unterschiedliche Konditionen für das Sparkonto, für das sie sich letztlich entscheiden. Viele machen es sich dabei jedoch recht einfach, und anstatt sich auf die Suche nach einem guten Konto zu machen, auf dem sie ihr Geld zu halbwegs guten Zinsen anlegen zu können, belassen sie ihre Ersparnisse auf einem viel zu niedrig verzinsten Sparbuch oder gar auf dem nicht verzinsten Girokonto. Mit dem Sparbuch kommt ihnen jedoch die Flexibilität abhanden, wenn sie das Geld irgendwann benötigen und auf dem Girokonto gibt es schlichtweg nur in seltenen Fällen überhaupt Zinsen für das Geld, das darauf liegt.

Dies hat auch damit zu tun, dass das Girokonto nicht zum Sparen gedacht ist, auch wenn Milliarden Euro in Deutschland auf Girokonten zinslos vor sich dahinvegetieren. Zwar gibt es zum Teil inzwischen zumindest bei einigen Banken auch Zinsen für das Guthaben auf dem Girokonto, bislang ist dies jedoch eher die Ausnahme – und von der Bank auch meist wohl eher als Werbung für das Girokonto selbst denn als Sparprodukt gedacht.

Beim Sparbuch gibt es neben den sowieso in den meisten Fällen schon sehr niedrigen Zinsen zwei weitere Faktoren, die bewusste Sparer gleich abwinken lassen sollten. Zu den sehr niedrigen Zinsen für Sparbücher, die oftmals nur noch bei 0,50 Prozent p.a. und darunter liegen kommt dazu die niedrige Verfügbarkeitssumme der Ersparnisse sowie die lange Kündigungsfrist.

Nach wie vor darf beim Sparbuch über maximal 2.000 Euro verfügt werden, ganz egal, wie hoch die Anlagesumme ist, die auf dem Sparbuch liegt. Gerade wenn binnen kurzer Zeit mehr Geld benötigt wird, kann ein Sparer schnell in einen finanziellen Engpass geraten – obwohl er das Geld ja eigentlich auf der hohen Kante hat. Wird mehr Geld als die 2.000 Euro benötigt, muss das Sparbuch gekündigt werden, und damit beginnt dann eine dreimonatige Kündigungsfrist zu laufen, bis nach Ablauf dieser Frist auch wirklich über den gesamten darauf angesparten Betrag verfügt werden kann.

Für Sparer, die eine sichere Anlageart suchen, aber die keine Lust haben auf eine so lange Kündigungsfrist und einen so niedrigen monatlichen Verfügungsrahmen, stellt sich natürlich die Frage, was sie als Alternative zum klassischen Sparbuch nutzen können. Die Antwort darauf ist ganz einfach: ein Tagesgeldkonto. Beim Tagesgeld gibt es keinen maximalen Verfügungsrahmen im Monat und es gibt zugleich auch keine Kündigungsfrist – wodurch Tagesgeldkonten natürlich hochgradig flexibel sind. Und dazu kommt noch ein weiterer Punkt: die Zinsen im Bereich Tagesgeld liegen auch selbst in Zeiten, in denen niedrige Zinsen zur Tagesordnung gehören, deutlich höher als in den meisten Fällen die Sparbuch-Zinsen. Einen Zinsvergleich für Tagesgeldkonten zahlreicher Banken finden Sie auch auf unserem Portal.