Spareinlagen mit Kündigungsfrist oder doch lieber Tagesgeld?

Freitag den 16.08.2013

Die Frage, wie man sein eigenes Geld am besten, und zugleich am sichersten, sparen kann, bewegt nicht erst seit heute die Gemüter vieler Bürger in unserem Lande. Ist doch Deutschland nach wie vor eines der Länder in der Euro-Zone, in der am meisten Geld auf die ohne Kante gelegt wird. Doch was ist wirklich sinnvolles Sparen in 2013, einem Jahr in dem die Zinsen immer mehr in den Keller gegangen sind: Spareinlagen mit Kündigungsfrist oder doch lieber Tagesgeld? Um diese Frage genauer zu beantworten, ist es wichtig, sich drei verschiedene Punkte anzusehen: die Kündigungsfrist, den Verfügungsrahmen der Spareinlage sowie die Höhe der Zinsen.

Ist Sparen mit Kündigungsfrist noch zeitgemäß?

Bis vor ein paar Jahren war das Sparbuch die gängigste Form des Sparens für Privatkunden. Es war einfach zu handhaben und es war auch möglich, bei den verschiedenen Banken und Sparkassen Kleingeld zu zählen und es dann auf sein Sparbuch einzuzahlen. Mittlerweile hat nicht mehr jede Filiale einen Kleingeldzähler – doch etwas Anderes ist eingetreten, was noch viel wichtiger ist: die Zinsen für Sparbücher sind fast ausnahmslos in den Keller gerauscht.
Wird dies in den Kontext mit der bei Sparbüchern geltenden Kündigungsfrist genommen, zeigt sich schnell, dass das Sparen auf diese Art und Weise eigentlich längst ausgedient hat. Es sei denn, man mag sich – und sein Geld-, nostalgischen Gefühlen hingeben, dies jedoch mit sehr niedrigen Zinsen bezahlen.

Dazu kommt, dass neben den Zinsen und der Kündigungsfrist von in der Regel drei Monaten beim Sparbuch auch noch der niedrige monatliche Verfügungsrahmen für die eigenen Ersparnisse kommt. So sind zwar die Zinsen niedrig, aber dafür gibt es dann auch nur maximal 2.000 Euro im Monat, die von dem Sparbuch abgehoben werden können. Wer mehr braucht binnen eines Monats, der hat Pech gehabt und muss sehen, wie er an sein Geld kommt – obwohl er es ja eigentlich angespart hat.

Tagesgeld ohne Kündigungsfrist – aber mit höheren Zinsen!

Beim Tagesgeld sieht die Sache ganz anders aus. Bei dieser Form des Sparens gibt es keine Kündigungsfrist, dafür jedoch in vielen Fällen deutlich höhere Zinsen als für das klassische Sparbuch. Dazu kommt, und dies sollte nicht vergessen werden: bei einem Tagesgeldkonto gibt es ihn nicht, den für viele Sparer beim Sparbuch so lästigen Verfügungsrahmen. Damit können Sparer über das Geld, das sie als Tagesgeld ansparen, jederzeit nach freien Wünschen verfügen. Das heißt, von Teilbeträgen bis zur kompletten Anlagesumme, ohne dass das Tagesgeldkonto erst gekündigt und dann monatelang abgewartet werden muss wie beim Sparbuch.