Sicherheit von Sparbüchern

Wie sicher ist mein Geld auf einem Sparbuch?

Das Sparbuch stellt eine der sichersten Möglichkeiten dar, Geld für bestimmte Anschaffungen anzusparen bzw. für andere Fälle auf die Seite zu legen.

Die Einlagen auf einem Sparbuch werden dabei unter Umständen sogar auf doppelte Art und Weise geschützt: Zum einen gibt es gesetzliche Mindestanforderungen, welche alle Banken erfüllen müssen, und zum anderen gibt es darüber hinaus freiwillige Maßnahmen, welche die Banken von sich aus erfüllen, um eine zusätzliche Sicherung der Einlagen auch im Falle einer Bankinsolvenz zu gewährleisten.

Zu den letzteren zählen in Deutschland die Einlagensicherungsfonds der unterschiedlichen Bankverbände. Sparkassen sind dabei den so genannten Sparkassenstützfonds angeschlossen, die Volks- und Raiffeisenbanken dem Garantiefonds der Genossenschaftsbanken und die übrigen Banken ggf. dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der deutschen Banken oder des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands.

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In jedem Fall ist die jeweilige Bank bei der Eröffnung eines Kontos verpflichtet, ihren Kunden darüber Auskunft zu erteilen, ob sie einem Einlagensicherungsfonds angehört oder nicht.

Dabei erfolgt die Sicherung der Kundengelder subsidiär, dass heißt aufeinander aufbauend.

Gesetzliche Einlagensicherung (Stand: 2015)

Über die gesetzliche Einlagensicherung als erste Stufe des Sicherungssystems werden die auf einem Sparbuch aber auch auf Tagesgeld oder Festgeld befindlichen Guthaben zu 100 Prozent, maximal jedoch einem Erstattungsbetrag von 100.000 Euro besichert.

Einlagensicherungsfonds

Ist die Bank, bei welcher das Sparbuch geführt wird, einem der Sicherungsfonds der verschiedenen Bankenverbände oder dem Stützungsfonds der Sparkassen angeschlossen, werden die fehlenden zehn Prozent der gesetzlichen Einlagensicherung darüber abgesichert. Darüber hinaus bürgen die Sicherungsfonds wie folgt:

Sicherungseinrichtung Umfang der
Sicherung
Höhe der
Sicherung
gesetzliche Einlagensicherung
100 % 100.000 Euro
Sicherungssysteme der Bankenverbände, Sparkassen und Genossenschaften
100 % unbegrenzt
100 % unbegrenzt
100 % 20 % des haftenden Eigenkapitals, welches im letzten Jahresabschluss ausgewiesen wurde. Mindestens jedoch 1 Mio. Euro
100 % unbegrenzt
90 % 20.000 Euro
100 % 250.000 Euro
Stand: 01.02.2015

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, welche speziell bei den Sicherungsfonds der Bankenverbände anmahnen, dass deren Kapitalausstattung im Falle eines Falles nicht für eine Sicherung der Kundeneinlagen einer großen Bank ausreichen würde. In einem solchen Fall sind alle angeschlossenen Banken nachschusspflichtig. Darüber hinaus steht schon aus Vertrauensgründen das restliche Bankensystem sowie im absoluten Notfall der Staat in der Verantwortung, genügend Geld nachzuschießen, um alle Anleger und Sparer zu entschädigen.

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