Steuerliche Aspekte von Zinserträgen und Sparformen

 

Steuerliche Behandlung und Freibeträge bei Zinserträgen

Die Besteuerung von Zinseinkünften hat signifikanten Einfluss auf die Rendite der Anleger und sollte bei sämtlichen Anlageentscheidungen beachtet werden. Auch Sparer müssen auf ihre Zinserträge, die sie etwa mit einem Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto erzielen, Steuern bezahlen.

Das deutsche Steuerrecht vollzog im Hinblick auf die Behandlung von Einkünften aus Kapitalvermögen vor einigen Jahren einen Umbruch:

Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungssteuer, die alle Erträge unabhängig von ihrer Art mit einem pauschalen Satz in Höhe von 25 Prozent (plus Solidaritätszuschlag – umgs. “Soli” von 5,50 Prozent und eventuell Kirchensteuer) belegt.

Bis Ende 2008 wurden Zinseinkünfte noch mit dem persönlichen Steuersatz des Sparers besteuert, wobei auf Bankebene die Zinsabschlagssteuer in Höhe von 30 Prozent einbehalten wird.

Alle wichtigen Fakten zur steuerlichen Behandlung von Zinserträgen im Rahmen der seit 2009 geltenden Abgeltungssteuer haben wir Ihnen auf der folgenden Seite zusammengetragen:

Abgeltungssteuer >>>

Weiterhin haben Sparer allerdings einen jährlichen Freibetrag, innerhalb dessen sie Zinserträge steuerfrei vereinnahmen können. Dieser bis Ende 2008 als Sparerfreibetrag bezeichnete Freibetrag heißt ab 2009 zwar Sparerpauschbetrag, an seiner Höhe von 801,00 Euro pro Person hat sich jedoch nichts geändert. Welche Veränderungen sich durch die Einführung dieses Sparerpauschbetrages im Detail ergeben haben, lässt sich auf der folgenden Seite nachlesen:

Sparerpauschbetrag >>>

Um den Sparerpauschbetrag zu nutzen, muss man als Anleger bzw. Sparer seiner konto- oder depotführenden Bank einen so enannten Freistellungsauftrag für Kapitalerträge erteilen. Diesen kann der Sparer natürlich auf verschiedene Finanzinstitute aufteilen. Mehr dazu auf der folgenden Seite:

Freistellungsauftrag für Kapitalerträge >>>

Wer neben seinen Kapital- und Zinserträgen keine weiteren Einkommen hat bzw. wessen zu versteuerndes Einkommen unter der gesetzlich festgelegten Grenze von 8.472,00 Euro pro Jahr (Stand: 2015) liegt, der kann bei seinem Wohnsitzfinanzamt eine sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung anfordern. Diese ermöglicht es ihm, im Rahmen der Freibeträge (8.472,00 Euro sowie 801 Euro Sparerpauschbetrag) auch Kapital- und Zinserträge sowie Dividenden steuerfrei zu vereinnahmen. Wie das genau funktioniert, erklären wir dem interessierten Leser auf der folgenden Seite:

Nichtveranlagungsbescheinigung >>>

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