Auswahlkriterien für Tagesgeldkonten

Nach welchen Kriterien sollte man ein Tagesgeldkonto auswählen?

Die Nachfrage nach Tagesgeldkonten ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Hauptgründe für diese Entwicklung sind in den sicheren Zinserträgen und der hohen Sicherheit des angelegten Geldes zu sehen.
Damit die Auswahl eines geeigneten Tagesgeldkontos leichter fällt, stellen wir Ihnen nachfolgend die in unseren Augen wichtigsten Auswahlkriterien vor:

Verzinsung

Die Verzinsung eines Tagesgeldkontos ist das für die meisten Sparer wohl wichtigste Auswahlkriterium – neben der Sicherheit des angelegten Geldes. Dabei sollten Sie sich jedoch nicht von hohen Lockzinsen aus der Werbung beirren lassen, sondern immer auch das Kleingedruckte lesen. Oftmals gelten die beworbenen Zinsen nur für Neukunden, „frisches“ Geld oder nur bis zu einer bestimmten Summe bzw. einem bestimmten Datum. Bei der Beantwortung der Frage, welches Tagesgeldkonto für den eigenen Fall am besten geeignet ist, kann daher ein Blick auf unseren Tagesgeldrechner hilfreich sein, denn dort werden nicht nur die eben genannten Faktoren berücksichtigt, sondern auch Details wie der durch die Wiederanlage ausgeschütteter Zinsen entstehende Zinseszinseffekt. Welche Zinsen sich derzeit mit Tagesgeldern erzielen lassen, können Sie unserem Vergleich auf der folgenden Seite entnehmen:

Tagesgeld-Vergleich>>>

Sicherheit

Neben den Zinsen sollte der Sicherheit oberste Priorität bei der Auswahl eines Tagesgeldkontos eingeräumt werden. Für Tagesgeldkonten gilt dabei ebenso wie für Sparbücher die gesetzliche Einlagensicherung, welche Sparer zu 90 Prozent, maximal jedoch bis zu einem Erstattungsbetrag von 20.000 Euro absichert. Die Absicherung der restlichen 10 Prozent bzw. der über diese Grenze hinausgehenden Einlagen übernehmen freiwillige Sicherungseinrichtungen der verschiedenen Banken-, Sparkassen- und Genossenschaftsverbände. Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber zur Einlagensicherung.

Banken aus dem europäischen Ausland locken oftmals mit höheren Zinsen als inländische Kreditinstitute. Hier sollten Anleger jedoch beachten, dass die meisten EU-Länder keine zweistufige Einlagensicherung haben, sondern ihr Geld durch den jeweiligen gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungsfonds abgesichert wird. Diese Sicherungsgrenzen sind dann meist ungleich niedriger als bei inländischen Banken. Wenn Sie größere Beträge auf einem Tagesgeldkonto anlegen wollen, sollten Sie diesem Punkt besondere Beachtung schenken.

Zinsintervall

Bei Tagesgeldkonten kommen in der Praxis drei verschiedene Zinsintervalle zum Einsatz: monatliche, quartalsweise und jährliche Zinsausschüttung (immer nachträglich). Je kürzer der Intervall der Zinsausschüttung, desto höher der Zinseszinseffekt, denn die ausgeschütteten Zinsen werden als Guthaben auf dem Tagesgeldkonto ab dem Tag der Ausschüttung mit verzinst.

Kosten

In aller Regel sind Tagesgeldkonten vollkommen gebührenfrei. Kontoeröffnung, Kontoführung und Kontoauflösung kosten also nichts. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel. Wenn eine Bank Gebühren etwa für die Überweisung vom Tagesgeldkonto auf ein zugehöriges Depot oder Referenzkonto verlangt, sollten Sie sich nach einem anderen Angebot umschauen, denn jede Gebühr schmälert Ihre Rendite.

Verfügbarkeit

Grundsätzlich können Sie beim Tagesgeld täglich über Ihr Geld verfügen. Einige Banken begrenzen jedoch den täglichen Auszahlungsbetrag auf eine bestimmte Summe. Höhere Auszahlungen müssen dann entweder schriftlich angekündigt oder auf mehrere Tage verteilt werden. Hier sollten Sie unbedingt im Vorfeld abklären, ob das von Ihnen favorisierte Angebot derartige Einschränkungen hat und wenn ja, ob der maximale tägliche Auszahlungsbetrag für Sie akzeptabel ist.

Sicherheit beim Onlinebanking

Ein weiterer – wenngleich beim Tagesgeld auch nicht ganz so wichtiger Punkt – ist die Sicherheit beim Onlinebanking. Für ihre Konten bieten die Banken verschiedene Zugangsverfahren an, angefangen vom unsicheren Pin/TAN-Verfahren bis hin zum als absolut sicher geltenden HBCI mit Chipkarte und externem Lesegerät. Während ein unsicheres Zugangsverfahren beim Girokonto ein Ausschlusskriterium wäre, ist dies beim Tagesgeld nicht ganz so problematisch. Da bei Eröffnung eines solchen Kontos ein Referenzkonto (meist Ihr bestehendes Girokonto) angegeben werden muss und spätere Auszahlungen nur auf dieses Konto möglich sind, wäre es trotz Kenntnis der Zugangs- und Transaktionsdaten sehr schwer bis unmöglich, das Geld auf ein anderes als das hinterlegte Referenzkonto zu überweisen.

Kombiprodukte

Oftmals werden Tagesgeldkonten in Kombination mit anderen Produkten wie etwa Girokonten oder Depots angeboten. Hier sollten Sie auf jeden Fall prüfen, ob diese Kombination für Sie mit irgendwelchen Kosten (Konto- oder Depotgebühren) verbunden ist. Falls ja, empfehlen wir die Wahl eines reinrassigen Tagesgeldkontos, da dieses in der Regel absolut kostenlos ist.

Einen ausführlichen Vergleich empfehlenswerter Angebote im Bereich Tagesgeld finden Sie auf unserer folgenden Seite:

>>> Tagesgeld-Vergleich <<<