Entwicklung des Bestandes an Termineinlagen

 

Wie hat sich das in Termineinlagen gebundene Vermögen der Deutschen entwickelt?

 

Unter Termineinlagen versteht man zeitlich befristete Einlagen, welche der Bank vom Sparer für eine im Voraus fest vereinbarte Laufzeit und mit ebenfalls fest vereinbarter Kündigungsfrist überlassen.

Die bekannteste Form einer solchen Termineinlage ist wohl das Festgeldkonto. Sie ist idealtypisch, vereint sie doch feste Laufzeit mit vorgeschriebener Kündigungsfrist.

Neben der bereits erwähnten Laufzeit setzen Termineinlagen meist auch eine Mindestanlagesumme voraus, unterhalb derer sie nicht erworben werden können. Auch diese Eigenschaft ist beim Festgeld gegeben, wie unser Vergleich auf der folgenden Seite zeigt:

Festgeldkonten im Vergleich >>>

Verzinsung von Termineinlagen

Wie hoch die Zinsen sind, die ein Anleger auf derartige Termineinlagen bekommt, liegt im Ermessen der Bank, wobei die aktuellen Geldmarktzinssätze meist die Richtung vorgeben.

Während Anleger diese Sparform zum kurz- und mittelfristigen Parken freier liquider Mittel nutzen, dient sie Banken dazu, sich mit Einlagen für kurz- und mittelfristige Kredite zu versorgen, womit auch die Frage beantwortet wird, wie die Banken an solchen Termineinlagen verdienen: der Zins, der aufs Termingeld gezahlt wird, liegt unterhalb dessen, was Kreditnehmer auf der anderen Seite für ein entsprechendes Darlehen zahlen müssen.

 

Entwicklung des Volumens an Termineinlagen

Die Entwicklung der Spareinlagen im Laufe der letzten Jahre zeigen wir Ihnen in der nachfolgenden Grafik und der darauf folgenden Tabelle:

Wie hat sich der Bestand an Termineinlagen der Deutschen entwickelt?

Entwicklung des Bestandes an Termineinlagen deutscher Sparer

Quelle: Deutsche Bundesbank

Die genauen Werte für die Entwicklung der Bestände an Termineinlagen privater Haushalte können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:

Jahr /
Quartal
Wert in
Mrd. Euro
Jahr /
Quartal
Wert in
Mrd. Euro
Jahr /
Quartal
Wert in
Mrd. Euro
1991 1.Q 172,00 1997 3.Q 147,70 2004 1.Q 243,30
1991 2.Q 177,60 1997 4.Q 148,20 2004 2.Q 237,90
1991 3.Q 188,20 1998 1.Q 148,40 2004 3.Q 235,20
1991 4.Q 201,90 1998 2.Q 145,40 2004 4.Q 240,30
1992 1.Q 216,90 1998 3.Q 146,40 2005 1.Q 236,40
1992 2.Q 224,80 1998 4.Q 151,50 2005 2.Q 233,10
1992 3.Q 236,30 1999 1.Q 249,10 2005 3.Q 232,70
1992 4.Q 230,50 1999 2.Q 240,60 2005 4.Q 239,40
1993 1.Q 243,70 1999 3.Q 235,10 2006 1.Q 244,40
1993 2.Q 249,10 1999 4.Q 241,80 2006 2.Q 246,70
1993 3.Q 251,20 2000 1.Q 238,00 2006 3.Q 258,10
1993 4.Q 261,80 2000 2.Q 237,50 2006 4.Q 271,30
1994 1.Q 270,70 2000 3.Q 242,70 2007 1.Q 279,50
1994 2.Q 259,00 2000 4.Q 251,50 2007 2.Q 287,20
1994 3.Q 246,40 2001 1.Q 260,00 2007 3.Q 304,00
1994 4.Q 219,00 2001 2.Q 262,60 2007 4.Q 328,40
1995 1.Q 208,40 2001 3.Q 265,40 2008 1.Q 344,00
1995 2.Q 197,80 2001 4.Q 269,10 2008 2.Q 359,70
1995 3.Q 193,20 2002 1.Q 265,60 2008 3.Q 375,60
1995 4.Q 179,20 2002 2.Q 261,10 2008 4.Q 401,80
1996 1.Q 177,70 2002 3.Q 259,80 2009 1.Q 352,30
1996 2.Q 169,90 2002 4.Q 263,90 2009 2.Q 328,50
1996 3.Q 164,30 2003 1.Q 259,90 2009 3.Q 298,80
1996 4.Q 154,50 2003 2.Q 254,00 2009 4.Q 277,70
1997 1.Q 155,00 2003 3.Q 249,50 2010 1.Q 264,70
1997 2.Q 150,50 2003 4.Q 246,30 2010 2.Q 260,30

Quelle: Deutsche Bundesbank

Während des Zeitraumes unserer Betrachtung hat sich der Bestand an Termineinlagen deutscher Sparer rund verdoppelt – allerdings unter starken Schwankungen.

Da sich auch das gesamte Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen deutscher Privathaushalte in dieser Zeit in etwa verdoppelt hat, kann man ein ähnliches Wachstum konstatieren.

Interessant sind jedoch die bereits erwähnten starken Schwankungen. Diese sind zum einen auf die Entwicklungen an den Börsen als auch die Entwicklung des Leitzinssatzes zurückzuführen.

Tendenziell legen Sparer ihr Geld in schwachen Börsenphasen vermehrt in sichere Anlageformen wie eben Festgeld oder auch Tagesgeld an, was man an der obigen Grafik sehr schön für den Zeitraum ab 2007 bis Ende 2008 erkennen kann.

Darüber hinaus steigt die Attraktivität von Termineinlagen natürlich mit steigender Höhe der angebotenen Verzinsung. Auch hier kann man sowohl im Zeitraum von 2000 bis 2001 als auch ab 2006 den Gleichklang zwischen Phasen steigender Leitzinsen und steigenden Volumina bei den Termineinlagen beobachten.